17. Mai 1433
Urkunde von der Aufhebung der Leibeigenschaft im
Herzogtum Braunschweig und Lueneburg




Vertrag des Herzogs "Heinrich der Friedsame" mit der Landschaft. Quelle Niedersaechsische Staatsarchiv Wolfenbüttel: 132 Urk. 2. 

May 17, 1433 deed by the abolition of serfdom in the Duchy of Brunswick and Lueneburg  
Contracting
Duke "Henry Fried Same" with the landscape. Source Lower Saxony 'State Archives Wolfenbüttel: 132 Urk. 2.


Von goddes gnaden We Hinrik Hertoghe to Brunswik vnde Luneborgh. Bekennen openbare in desseme breue vor vns unse eruen vnde nakomelinghe vnß Herschop to Brunsw. to ewigen tiden. Alse vnse Herschop to Brunsw. sere vorwoystet wert van tiden to tiden dar von da me grote Burdelinge

Buwlenynghe vnde Beddemund numpt van goddethusen vnser Herschop vnde den ghuden mannen behorigen laten vnde eahene Luden vude van oren eruen. der van bele lude van vns allen pluchtig werden in vrömde land also dat se vns vntheen vnde pluchtig werden dat we örer nicht mer vrtichten kunnen. dar van vns allen grot schade vnde des landes vorweysunge van tokompt. Hir vnume hebbe we gode to eren vnser Herschop goddeshusen prelaten mannen Borgere vnde buren vnde der meynen und to vromen vns vordragen myd vnsen prelaten mannen vnde Steden eyner morheyd vnde rechtes dar me dessen vele mede bewaren mochte to holdende in unser gantzen Herschop to Brunswyk,also dat we de sunderlike fivarenbuwleninge vnde Buwdelinge hir van op geroppen vnde afghedan hebben. se syn ghewest van rechte edder van redeliker edder vnredeliker wonheyt edder van drangen dat me der nicht mehr handeln schal. wer van vnser prelaten vnser manne ofte gantzen landes wegene, vnde setten vnde willen dat we vnse prelaten mannen vnde alle De yenne de in vnser Herschop hebeen eghene lude edder laten se syn mannes edder vrowen kunne be oreme leuende to beddemunde nicht mehr nemen edder van orer wegene nemen edderesschen laten schullen bouen dat alse se van olders wegene gegeuen hebbenvnde se dar bouen nicht vorder besiveren, vortmer setten vnde willen we. dat we vnse prelaten mannen vnde alle de yenne de in vnser herschop hebben egene lude edder laten se sin mannes edder vrowen kunne. dat nementna oreme dode oren eruen mer nemen edder van orer wegene nemen esschen edde schatten laten wen dat stucke negest deme besten dat be demeboden bestoruen was. dat sine was. vnde weme dat van rechte borenmach de mach dat vte des boden nalaten gude kesen. weret ok dat vrye lude in vnseme lande vnde Herschop wneden edder seten der me nicht vor busmen konde na rechte. edder de sek vry bereden konden de scholden vi oreme rechte bliuen vnde de scholden van dessen ghesettes vnde rechtes vnde wonheyt wegene vmbeschadet bliuen. Ok schallen alle vnses landes inkommende lude frier lantseten recht hebben alse dessen landes lantrecht van den keyseren dar in ghesad i, Hir an vnde ouer hebben gewesen vnse leue andechtige prelate vnde getruwe man vnde dat mede ghezad vnde vulbordet, in aller wise alse vorgeschreuen steyt, vnde des to orkunde is vnse Jnghesegel vmme der meynen nud willen ghehenget an dessen bref der dregheschreuen vnde van vns vunsen prelaten mannen vnde Stad to Brunsw. van vnses gantzen landes wegene vormyddelst ichtelwelken de hir na genomed sin se vor se alle bezegelt sin, vnde der breue is eyn to Hoyde dan bi dat Elsster vnde den Conuend to Riddagethusen van der prelaten wegene. de andere van vnser manschop wegene bi de eddelen van werberge oppe das Hus to weberghe. vnde eyn bi den Rad to Brunsw. Unde we van goddes gnade Hinrik to koningheslutter. vnde Hinrik to sunte Egydien Hermannus to Riddagshusen Ebbete Johannes Deken vnde dat ganze Capittel to sunte Blasi bynnen Brunsw. vnde we Hans eddele van werberghe Bosse van dr Asseborgh Borchard van marnholte riddere vnde Hinrik van velten knape, vnde we de Rad to Brunsw. Bekennen oppenbare in dessen breue dat we dar an vnde ouer wesen hebben myd deme Irluchteden Hochghebornen forsten Hen Hinrik Hertogen to Brunsw. vnde Luneborgh vnsen leuen gnedigen Heren vnde den de van der prelaten mannen vnde Stedeweghene dar ok an vnde weren alse dit vorgeschreuen recht vnde wonheyt ghezad wart vnde van uns allen dorch weyner nud to tlaten vnde vulbordet wart. vnde nemmet von prélatenmannen borgeren vnde buren des gantzen landes to Brunsw. dat weddersprak. Des to orkunde sin vnse Inghesegele henet bi unses gnedigen Heren Ingesegel to tuchnisse an dessen suluen bref, De ghegeuen is na Cristi bord verteynhundert Jar dar na in deme dre vnde drittegesten Jare Des Sondages alserne in der hilgen kerken siget Vocem vocunditatis ---

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1. Transkription in deutscher Druckschrift nach Ribbentropschen Sammlung, gedruckt auf Seite 19 + 20 der Geschichte des braunschweigischen Bauerntums von Dr. Wilhelm Bornstedt, 1970, Landkreis Braunschweig, Heft 16

2. Transkription in Lateinische Buchstaben von Eike Bock, Berel den 15.01.2015


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1 transcription in German publication by Ribbentrop collection, printed on page 19 + 20 the history of Brunswick peasantry by Dr. Wilhelm Bornstedt, 1970, Braunschweig, Issue 16

2. transcription in Latin characters by Eike Bock, Berel the 15.Jan. 2015
 

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Hier der 1. Absatz im Original:

Von goddes gnaden We Hinrik Hertoghe to Brunswik vnde Luneborgh. Bekennen
openbare in desseme breue vor vns unse eruen vnde nakomelinghe vnß Herschop
 to Brunsw. to ewigen tiden. Alse vnse Herschop to Brunsw. sere
vorwoystet wert van tiden to tiden dar von da me grote Burdelinge

Hier der 1. Absatz mit Umformulierung in Hochdeutsche Sprache:

Von Gottes Gnaden Wir Heinrich Herzog zu Braunschweig und Lueneburg. Bekennen
offenbar in diesem Dokument vor uns unsere Euren und Nachkommen und Herrschaft
zu Braunschweig zu ewigen Zeiten. Weil unsere Herrschaft zu Braunschweig
verwuestet war, von Zeit zu Zeit, davon hatten wir eine große Buerde (finanziellen Einbruch).


Here the 1st paragraph with reformulation in High German language:

By God's grace we Heinrich Duke of Brunswick and Lueneburg. Apparently
confessing
in this document before us, our and your descendants and rule
of Brunswick
to forever. Because our rule was devastated to Braunschweig / Brunswig,
from time to time
, of which we had a great burden (financial slump).

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Kommentar: Es ist in althochdeutscher Sprache und in dem Stil der damaligen Zeit geschrieben. Wahrscheinlich
sehr schwer im englisch sprachlichen Bereich zu lesen. 

Comment: It is written in Old High German and in the style of the time. Probable
very hard to read
in the English linguistic area.
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