Volksfest 13.+14. Mai 1956  


Unter dem Dorfe: Schützenoberst Hermann Bartels, Adjutant Richard Geldmacher jun.
 rechts Kinder: in kurzer Hose Manfred Bartels, links davon Hermann Parzich, rechts davon Jochen Hagemann


Beide Originale von Manfred Bartels im Feb. 2012 erhalten: Frühstück auf dem Zelte durch
Bruno Hoffmeister, Albert Sievers, Willi Bührich, Hermann Bartels, Gerhard Hanke und Willi Vasterling jun.

Abrechnung 

Vorgang Einnahmen Ausgaben
Gemeindeteilnehmer 42 Stück a 3 DM 126,00  
Jugendteilnehmer 32 Stück a 3 DM 96,00  
Festkarten 156 Stück a 3 DM 468,00  
Tanzbänder, 1. Tag 320 Stück a 2 DM 640,00  
Tanzbänder, 2. Tag 37 Stück a 2 DM 74,00  
Spende Prange Söhlde 10,00  
Spende Kreuzberg Gr. Himstedt 22,00  
Zelt Möller   312,50
Musik Bichlmeyer   380,00
Schützenscheibenherstellung: Malermeister Miehe   40,75
Schützenscheibenherstellung: Tischler Hotopp   13,80
Tanzbänder, Abzeichen   15,30
Schärpen, 2 Stück   15,30
Lichtanlage u. Stromverbrauch   48,25
Tanzpulver   16,60
Trauerkranz   12,00
Plakate und Festkarten   34,60
Zeche vor dem Fest: 25 Stück Zigarren    
                                25 Liter Bier   37,50
Verpflegung, Getränke für Musik   102,15
Prämien an Schützenkönige   40,00
Fahrtkosten Braunschweig   3,55
Porto   0,95
Gebühren für Tanzerlaubnis   14,00
Gebühren an GEMA   110,36
  1436,00 1196,36
Überschuss   239,64
  1436,00 1436,00
Aufgestellt von Hermann Bartels am 28.05.1956    

Ein Schützenfestaufbau 1956 aus Sicht eines 7 Jährigen

13.+14.05.1956 von E. B.

Die Kinder im Dorf waren solange ich zurückdenken kann schon immer interessiert an den ankommenden Wagen der Schausteller, jeder wollte der Erste sein, wenn Montags sich die ersten Wagen näherten. Gleich nach Schulende, wenn Lehrer Behrens uns nach Hause entließ, kletterten die Größeren auf die kleinen Bäume am Waldrand um einen besseren Ausblick zu haben. Den großen Zugmaschinen lief man hinterher und wurde wegen der Gefahr des Überfahren ab und zu weggescheucht.  Nachdem die Schausteller ihre Wagen durch den weichen Waldboden mit tiefen Spuren an ihren Platz rangiert hatten, brauchten sie Wasser. Oben gab es aber keine Leitung also fuhren/gingen wir ins Dorf mit Eimern und holten gegen die Belohnung eines Autoskooterchips einen Eimer Wasser.

So kam es, dass bei Prönnecke und Peters oft Jugendliche klingelten und um Wasser baten. Prönneckes Brunnen hatte Hochbetrieb. Beim Aufstellen der Autoskooterbahn sahen wir dann zu. Donnerstags wurde das Zelt geholt und der erste Teil des Unterbodens vorbereitet, dazu mussten Holzklötze für einen ebenen Ausgleich sorgen. Wenn diese Holzklötze nicht festlagen wippte an dieser Stelle der gesamte Tanzboden. Den Tanzenden machte dies dann zwar Spaß, aber der Aufsteller fürchtete um durchgebrochene Bretter oder Bohlen.

Nach Aufstellen des Zeltes fuhren die Jugendlichen Fahrrad auf der Zeltfläche, bis sie vertrieben wurden. Beim Aufstellen der Stühle am Freitag jagte man uns aber nicht fort, sondern war froh, wenn sich die müden Glieder der Erwachsenen schonen konnten, dafür bekamen wir Kleine dann Cola oder Sinalco zu trinken.

Erzählung dazu:

Die Veranstalter trugen das gesamte Risiko und hatten neben dem Spaß aber auch die Arbeit. Der einzige, der daran verdiente, war der Wirt. Die verneinten dies aber, so auch als .. .. Festwirt war. Das Geld über war, merkte man in Berel daran, dass eine Woche später die ganze Familie neue Fahrräder bekam.        

 

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