Schützenfest 1995 

05.05.1995    12,1 Grad.   Sonnig. Junggesellenschützenfest Oberst Hans Heino Puhst,  Adjutanten: Harald Hasenfus und Martin Bock und Kassierer Peter Wietbrock. Der Kassierer hat durch sein Wissen als ehemaliger Oberst große Stabilität in die Führungsgruppe mit eingebracht. Um 17.30 treffen sich die Vereine vor dem Festzelt. Das Schützenfest wird um 18.00 Uhr vom Oberst durch begrüßende Worte eröffnet. Der Umzug geht unter Begleitung des Bläserchor Berel zum Ehrenmal, wo durch den Oberst und den Pastor Hoffmeister 50 Jahre nach Kriegsende der Gefallenen gedacht wurde. 19.00 Ankunft auf dem Festplatz. Um 20.00 Uhr im Rahmen eines kleinen Kommers sprechen Vertreter der Rates Alfred Wietbrock und Hans-Joachim Bettin anerkennende Worte, zu den Ausrichtern des Festes. Dieses Jahr haben sich die Junggesellen etwas besonderes für die Damen ohne Tanzpartner einfallen lassen. Jeweils zwei Junggesellen für Freitag und Samstag stehen zum Tanz bereit. Am Freitag erfüllten Marco Wesa und Martin Bock Tanzwünsche.

Um 22.00 Uhr trat die, in der Festzeitschrift angekündigte, Bauchtänzerin Sakira auf. Innerhalb weniger Minuten zog es die Festplatzbesucher auf das Zelt, wo die Tänzerin sehr zur Begeisterung einiger männlicher Tischgruppen auf diese Tisch stieg und in anmutiger orientalischer Tanzart die Zuschauer begeisterte. Einzelne Begeisterungsfähige tanzten vor großer Zuschauerkulisse spontan mit.

Um 23.00 Uhr erschien die Bauchtänzerin Sakira noch einmal in einem roten Kostüm. Einige Damen verlangten dann vom Oberst ein männliches Gegenstück. Sie wurden vertröstet. -- (So schafft man gemeinsamen Gesprächsstoff.)

06.05.1995         14,5 Grad morgens um 7.00 Uhr, sonnig, wolkenlos.

Um 13.00 Uhr ehrte Hans Heino Puhst die Vorjahreskönige: Jugendkönigin und Niedersachsenjungendsiegerin Susanne Bock, den Niedersachsen-Scheibensieger Reinhold Jahnke und den Bürgerpokalgewinner Werner Pape, anschließend startete der Festumzug wieder vom Festplatz, um die Könige vom Vorjahr abzuholen. Karin Schneider, als Inhaberin der Damenkette, schenkte bei ihrer Schwester Dagmar Cleve ihre Kirschbowle aus. Martin Bock als Junggesellenkönig 1994 spendierte Erdbeerbowle. Bei Richard Feuer dem Erringer der Freischeibe 1994 gab es Maibowle ebenso beim König

der Landwehrscheibe Burghard Fuchs. Diesmal hat die neue Leiterin der Kindergartens (?Martina Brassel) ihre von den Eltern geschmückten Kindergruppen zum Festplatz geführt. Die Damengymnastikgruppe schenkte für den Altenkreis gegen ausgegebene Marken Kaffee aus und verteilte den Kuchen. Für 1,50 DM konnte wer wollte sich mit Kaffee und Kuchen versorgen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Der Bürgerverein Berel hatte, wie in den Jahren zuvor, seinen Zuschuss zur Kaffeetafel des Altenkreises gegeben.

Das schöne Wetter seit Ostern hatte die Natur in ein Blütenmeer verwandelt, in dieser warmen Frühlingsluft konnte man den Spaziergang zum Schützenhaus genießen. Dort wurde die Preisverteilung des Preisschießen`s durch Reinhold Jahnke durchgeführt. Reinhard Löhr hatte mit einem 23 und 30. Teiler den ersten Platz geschafft. Anja Böttger kam als Jungschützin auf den zweiten Platz.

Um 20.00 Uhr spielte die Tanzkapelle „Take off“ wie Freitagabend. An diesem Abend standen Jürgen Bock und Harald Hasenfus als Tanzpartner für alle Damen zum Tanz bereit. Wie jedermann beobachten konnte wurde an beiden Tagen das Angebot angenommen. Ab 21.00 Uhr wurden Lose für eine Tombola verkauft.

24.00 Uhr  Der Hauptgewinn war ein Reisegutschein im Wert von 400 DM, für den nächsten Urlaub, welchen Frau Ingeborg Schaare gewann. Als man am frühen Morgen das Tanzzelt verließ war eine gewisse Maikühle zu spüren.

Um 22.30 gab es ein Seilziehen. Zwei Mannschaften wurden gebildet je 9 Männer und eine Frau. Alle Teilnehmer bekamen ein Glas Bier, die Siegermannschaft erhielt zwei Mettwürste. Nach kurzer Zeit war der sportliche Wettkampf entschieden.

07.05.1995         9,5 Grad sonnig. Um 9.00 Uhr hielt Pastor Hoffmeister den Zeltgottesdienst, welcher gut besucht war. Der Bläserchor Berel spielte, wie in den Vorjahren, die passende Musik dazu. Das Frühstück um 9.30 Uhr kostet dies Jahr 11 DM. Dies Jahr hat eine namhafte Bank ihren Beitrag zum Schießsport gestrichen, deshalb hat man sich in Berel Gedanken darüber gemacht, wie dies zu ersetzen sei. Reinhard Löhr fiel der Name Ries Scheibe ein. Man fand den Gedanken gut, das Ergebnis der folgenden Motivsuche war die Drei Brüder Eiche.

In dem alteingesessenen Tischlereibetrieb Behrens in Reppner fertigte ein Geselle diese Intarsin-Arbeiten, welche die Junggesellen finanzierten. Nach einer Laufzeit von 10 Jahren sollen beide im Schießstand aufgehängt werden. Reinhold Jahnke gab um 10.30 Uhr  die Platzierungen und Sieger der Riesscheibe bekannt. Heiko Worpus hatte mit einem 44 Teiler die Scheibe ab 19 Jahre errungen, Susanne Bock für die Jugend mit einem 23 Teiler die Scheibe bis 18 Jahre. Bis nächstes Jahr April bleiben diese Scheiben jetzt bei ihren Siegern. Um 13.00 Uhr war der Spielmannzug Oedelum angetreten um die Bereler musikalisch zu ihren neuen Königen zu begleiten.

Bild 1: Junggesellenkönig Peter Wietbrock.
Peter Wietbrock, als neuer Junggesellenkönig,  wurde als erster abgeholt. (Ananas-Bowle.) Sarah Hagemann, als neue Königin der Jungschützen, wurde die Scheibe überbracht. Bei Dagmar Cleve wurde diesmal die Königsscheibe der Landwehr angenagelt. (Kirsch-Bowle.) Im ersten Stechen um diese Scheibe gab es 6 x die 10. Eine weitere 10 im 2. Stechen entschied. Der Umzug kam um 15.00 Uhr wieder auf dem Festplatz an, dem sich viele Bürger anschlossen hatten.

Bild 2  Original Eike Bock. Richard Feuer jun. Freischeibe. Schützenoberst Hans Heino Puhst ehrt ihn.


Bild 3: Original Eike Bock.

Während des Nachmittag wurde die verbliebene Freischeibe zum Schießstand getragen, welche nach einem 25 min dauernden Stechen Richard Feuer zum vierten Mal für sich entschied. Die Scheibe wurde um 18.20 Uhr mit musikalischer Begleitung des Spielmannzuges  Groß Elbe vom Oberst übergeben.


Bild 4: Original Eike Bock. Reinhold Jahnke, Stefan Schulze, Hans-Heino Puhst und Werner Pape
bei der Bürgerpokalübergabe.

Stephan Schulze hatte kurz vor Ende des Wettbewerbs auf den Bürgerpokal zwei Mitbewerber noch rasch mit 73 Ring überrundet. Nach 19.00 Uhr erreichten der Umzug, der jetzt kürzer wurde das Festzelt zum offiziellen Ende.


Bild 5: Original Eike Bock.

Bild 6: Original Eike Bock. Frau Kiene vor ihrem ehemaligen Wohnhaus mit Marga Bettin.
 


Bild 7. Original Eike Bock
Der Oberst Hans Heino Puhst dankte allen, die ihm geholfen hatten und wurde selbst vom (Oberst 1996) Norbert Löhr geehrt. Ein sonniges Fest war ohne Zwischenfälle harmonisch zu Ende gegangen.

 

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